Archive for October of 2009

October 29, 2009
1 HERBSTTAG IN MIR.

WOLKENHIMMEL.
CHANCENMEER.

FRISCHLUFTZIMMER.
WASSERGLASREINHEIT.
RUHERAUM.


GEDANKENBLITZEN.
MOPEDKNATTERN.
WARTESTIMMUNG.
HOFFNUNGSSCHIMMERN.


SEELENTRÄUME.


GLÜCKSBRINGER.
ANTWORTEN? ALLE!

October 28, 2009
Das Chamäleon. Ein Mensch wie du und ich.

Erst kam der Urknall, dann lange nichts und nach ein paar verdammt heißen Jahren kamen die ersten Echsen aus dem Nichts. Unter ihnen: das Chamäleon. Rauher als jede Stahlbürste und auch sonst nicht sehr kommunikativ. Diese Urtiere hatten großes Glück und kamen mit eingebauter Klimaanlage auf die Welt.

Zwar würde man sie auf den ersten Blick nicht mit uns Menschen verwechseln, aber in Sachen innerer Werte ticken wir ähnlicher als es manchen von uns recht ist. Ein paar Beispiele:

Stehen wir nackt im Treppenhaus und werden beim Blumen gießen erwischt, laufen wir rot an. Nach einer durchzechten Nacht sind wir dunkelblau. Bei einer dicken Grippe sind selbst die braunsten Sonnenstudiofans kalkweiß. Genau wie das Chamäleon. Einziger Unterschied: Der Baum- und Strauchbewohner aus besseren Zeiten kann in Sachen Emotionen nicht bescheißen. Es passiert einfach so. Zack, neue Farbe.

1:0 für das Chamäleon. Und auch die Farbübergänge bekommen wir nicht so smooth hin. Da können wir noch so lange üben. Aber dieser gemütlich kriechende Regenbogen hat noch einige andere saubere Features: Schnalzzunge und Greifschwanz.

Das heißt vor allem: kein Streß bei der Nahrungssuche. Einfach irgendwo hinkriechen, das richtige Make-up auflegen und Zunge und Schwanz locker kreisen lassen. Da bleibt immer was hängen.

Auch sonst läßt es sich das Chamäleon gut gehen. Immer schön die Sonne auf das Schmiergelpapier scheinen lassen. Am allerliebsten in Afrika, Spanien, Indien, Ceylon und Madagaskar. Respekt, sehr chillig dieses Tier. Und so menschlich.

October 28, 2009
Die letzte Generation Heavy Petting.

Heavy Petting ist eine Codewort.
Heavy kommt aus dem Englischen und heisst “schwer”. Petting kommt ebenfalls aus dem Englischen und bedeutet so viel wie “Streicheln”. Zusammengesetzt ergibt sich ein Wort, das nur erahnen lässt, was da gehen kann.

Heavy Petting ist eine Zeireise.
Zurück zu leuchtend blauen Leonardo-Gläsern und Sonnenuntergängen auf bearbeiteten Südeseeinseln. In der Frottee weder kindisch, noch eklig noch angesagt war. Als
Setzkästen noch regelmäßig mit neuen Figuren erweitert wurden.
Alles bis auf Reinstecken war erlaubt. Die Spielregeln legte jedes Paar selbst fest. Bis zum Höschen oder zum Zentrum. Rauszufinden, welche Frisur die junge Dame zwischen den
Beinen trug. Von ausgewachsenem Braunbären bis beinahe schamlosen Mädchen. So verschieden haarig wie die Pimmel der Lümmel mit den zu großen Hosen.

Heavy Petting ist eine Modeerscheinung.
14 Jährige von heute können mit dem englischen Begriff aus der frühen Bravo nichts anfangen. Damals glaubten Teenager mit Röhrenjeans an den Kuschelrock. In der Pubertät bemerkten sie urplötzlich, dass die mit ihrem Teil mehr als auf die Blumen
des Nachbarn pissen können. Jungs fühlten sich alt genug, ihren Gießer an den Schenkeln ihrer ersten Freundin zu schubbern. Sie bekamen einen Steifen, wenn die Brünette aus der Parallelklasse rosa Lippenstift aufgetragen hatte und ein bauchfreies Top
mit Glitzerdruck über ihren Minibrüsten hing. Mädchen bekamen harte Nippel und freuten sich über ein leicht feuchtes Höschen beim Anblick eines Boys im Muskel-Shirt. Sie stießen
auf Baumwollunterhosen mit Seepferchen oder Mickey Mäusen.

Heute ist Heavy Petting tot.
Weil das Codewort von damals nicht mehr verwenden wird, sagen Mann und Frau heute einfach: “Hast Du noch Lust, einen Kaffee mit mir zu fummeln?”.

Liebt Euch!

October 28, 2009
Eichhörnchen-Blues.

Es war einmal ein kleines Eichhörnchen. Seine Spielplätze waren Urwälder aus Eichen, Birken und Kastanienbäumen.

Die meiste Zeit aber verbrachte es im Schatten der Blätter und hörte den Vögeln beim Zwitschern zu. Obwohl es in seinem kurzen Leben noch nicht viel gesehen hatte, war es ziemlich sicher, daß alles gut bleiben wird.

Bis eines Tages der Krieg ausbrach.

Heerscharen von Menschen mit Helmen rückten an, und legten nach und nach einen um den anderen Baum um. In diesen drei Wochen hat das Eichhörnchen seinen Bruder Hasel und seine Schwester Nuß verloren.

Mit den Männern kamen auch Bagger und Kräne. Sie machten seine Ruheplätze dem Erdboden gleich.

Was noch schlimmer war: Die Menschen und ihre Maschinen vernichteten beinahe alle seine Futterplätze. Von seinen Freunden ist heute keiner mehr hier. Sie leben jetzt fünf Häuserblöcke weiter in einer prächtigen Kastanienallee.

Sie nennen sich „Die Nager mit den goldenen Nüssen“ und verteidigen ihre Wohngegend aufs Härteste gegen unerwünschte Eindringlinge.

Eichhörnchen sein ist auch nicht mehr das, was es einmal war.

October 28, 2009
Ein Tag Dinosaurier.

Dinosaurier sind noch lange nicht ausgestorben.

Heute leben viele von ihnen in Großstädten. Ihre Köpfe weit über dem Erdboden, ragen sie wie Riesen über uns Menschen.

Gegen 16.00 legen sie sich alle schlafen.

Dann steigen Männer aus ihren Stahlköpfen in einen Lift und fahren zurück auf den Boden. Gehen nach Hause. Am nächsten Morgen fahren sie wieder hoch in die Köpfe, hoch zu ihrer Kommandozentrale.

Nachts träumen manche Kranarbeiter von früher. Als es noch echte Dinosaurier gab. Und keine Menschen.

October 28, 2009
Endstation Hauptbahnhof.

Die Strassen sind dreckiger als im in den Vierteln drumherum. Platt gefahrene Bierdosen liegen auf den Gehsteigen. Einkaufswagen voller Müll versperren die Einfahrten zu den Hinterhöfen. Wo früher Firmenschilder waren, bröckelt heute der Putz von den Wänden. Es riecht nach altem Bratfett und Abgasen. Mich umgibt das Flair eines Industriegebiets, in dem es schon lange keine Industrie mehr gibt. Auf den Strassen sind nur Menschen unterwegs, die hier wohnen oder schnellen Sex suchen. Freiwillig verläuft sich niemand hierher.

Auch ich bin nicht zufällig hier. Auf meinen Spaziergang durch das Viertel suche ich den Kontrast zu den anderen Stadtteilen .

Weit und breit keine verliebten Paare, die beim Schaufenster-Bummel Händchen halten. Stattdessen eingebaute Häuserfassaden, die schon lange auf einen neuen Anstrich warten. Hier ein Döner-Laden, da eine Änderungsschneiderei. Restaurants heißen Pils-Kneipe. Die Kiosk-Besitzer leben von Stammkunden, die sich jeden Tag Bild und Jägermeister holen. Hunde scheißen auf die Strasse, weil ein Grünstreifen mindestens eine U-Bahn weit entfernt ist. Irgendwo im Zentrum dieser Betonbauten hat die Polizei ihr Revier aufgeschlagen.

Regenbogen-Aufkleber an einem Fenster im Souterrain erinnern an einen Nachtclub für Schwule. Die Fassade aus kleinen schwarzen Mosaiksteinen hat ihre beste Zeit weit hinter sich. Die Getränkekarte neben der Eingangstüre ist vergilbt und kaum hinter dem verkratzen Plexiglas-Kasten der Brauerei zu erkennen. Schaumstoff-Würste an den Schlitzen der verriegelten Metalltüre suchen den Weg ins Freie.
Wenige Meter weiter wartet ein Sauna-Club auf Publikum. Der Schriftzug an den Scheiben des Hauses erinnert mich an die 80iger Jahre. Auch an diesem Fenster sehe ich einen weiteren Regenbogen-Aufkleber. Die Eingangstüre hat den Scharm eines Finanzamts.

Die Geschäfte auf einer Hauptstrasse hinter einem weiteren Sauna Club sind austauschbar. Wenn Tattoo-Läden und Friseure den gleichen Schriftzug verwenden, ist alles ziemlich beliebig. Ein türkiser Friseur-Salon wäscht, schneidet und fönt für 10 Euro. Die Kunden können aus 12 Standard-Frisuren wählen. Nebenan ein asiatischer Imbiss mit beschlagenden Scheiben und ein Kiosk. In der Auslage liegen Bild-Zeitung, Marlboro Medium und eine Flasche Jägermeister wie Drillinge in einem Wickelraum. Die Asphaltplatten vor der Verkaufsinsel sind gebrochen. Wenn ein Kunde drauf steigt, wackeln sie.

Schon seit fünf Jahren ist das so. Die üblichen Begrüßungssprüche und die immer gleichen Verabschiedungen machen das Leben hier so berechenbar. Einen kriminellen Eindruck macht die Umgebung nicht. Es ist mehr das Gefühl, daß es ihnen egal ist. Sie leben hier und mehr auch nicht.

In den Hausfluren liegen Prospekte von Baumärkten und Wurfsendungen vom Schornsteinfeger. Nicht auf jedem Briefkasten steht ein Name. Außer vorbeifahrenden Polizeiautos mit Blaulicht passiert hier nichts was mit Hollywood mithalten könnte. Ein paar abgasgraue Hochhäuser und Balkone, auf denen Bierkästen und Umverpackungen von IKEA auf ihre letzte Fahrt warten.
Auf manchen Etagen stehen Mountainbikes aus Sonderangeboten.



Die meisten Eingangstüren haben Glastüren, die so aussehen, als wären sie mal zersplittert und wieder zusammengeklebt worden. Scheiben, die nicht mal einen groben Schattenriss zulassen. Statt einer matten Leichtmetall-Klinke haben diese Eingangstüren ein schwarzes Kunststoffdekor, das horizontal in der Mitte angebracht ist. Meistens glänzen Fettschmierer auf der polierten Oberfläche solcher Türen. Die meisten Bewohner stoßen den Eingang mit der Schulter auf, um sich nicht die Finger dreckig zu machen.

Während ich eine Seitenstrasse herunter laufe, taucht auf der linken Straßenseite ein verlassender Büroklotz auf. Nur im Erdgeschoss ist Licht. Ein schäbiges Möbelgeschäft. Gelbe Schilder mit schwarzen Filzstift erzählen von Konkursmasse und billigen Angeboten. Sogar Sozialscheine werden angenommen.

Den Schaukelstuhl mit braunem Leder und ausklappbarem Fußteil gibt es schon für 5 Euro (durchgestricherner Preis: 10 Euro). Eine Küchenzeile, die Elvis zum Leben erwecken könnte, kostet nur 50 Euro.

Der Inhaber dieses von Neonröhren erhelltem Glaskasten sitzt auf einem Stuhl, für den er nicht mehr als 10 Euro bekommen wird. Die Zigaretten, die er im 10 Minutentakt raucht, kosten nicht mehr als 2 Euro.

Seine Stimme ist rauh, die Brille aus Leichtmetall, ihm fehlen ein paar Haare. Seinen 60. Geburtstag dürfte er schon lange hinter sich haben. Ich schlendere vorbei an alten Nachtischen mit handgestickten Untersetzern. Schreibtische, an denen damals Großmütter Liebesbriefe geschrieben haben und immer wieder durchgesessene Sofas. Bei Einkäufen über 50 Euro wird kostenlos ausgeliefert.

Auch in dieser Welt bekommt keiner was geschenkt.

October 28, 2009
Lichtblick.

In der U-Bahn riecht es nach Pendlern und Haarspray.

Es ist Montag morgen und leere Gesichter mit hängenden Mundwinkeln sind auf dem Weg nach Irgendwo. Manche verstecken sich hinter den Nackten der Regenbogenpresse.

Andere lesen Horoskope oder Sonderangebote. Nach kurzer Zeit wird der Zug langsamer und kommt in einer überdachten Glashaltestelle zum Stillstand.

Die Bremsen verstummen und die Türen werden aufgestoßen. Die Welt liegt hinter der Glasscheibe, denke ich. Der Himmel ist grau und Wolken verhangen. Ich laufe auf eines der vielen Glasquadrate zu und hauche kalten Atem gegen eine Scheibe.

Mit einem Finger male ich ein Herz an die beschlagene Stelle. Ich wische den dünnen Wasserfilm mit einem Ärmel weg und schaue durch das Herz in den Himmel.

October 28, 2009
Überleben zwischen den Straßen.

Wie viele Tage sind ein Leben?

Wo ist nur die Ruhe hin?
Ich kann sie nicht hören.
Kann es sein, dass wir sie verloren haben?

Herausforderungen.
Jeden Tag mehr als wir.

Bis jetzt ist alles gut gegangen.
Oder zumindest: so gut es ging.
Wir leben. Das ist doch schon was.

Was denken die Menschen, wenn sie durch die Straßen laufen? Beton.

Ist es tatsächlich Schicksal?
Den Wunsch nach mehr haben.
Viele von uns haben schon genug von allem.

Pass auf, vor dir könnte ein Loch sein.
Mach die Augen auf, wenn du durch die Welt läufst.

Der Moment, einzigartig.
Festhalten nicht möglich.
Intensiv.

Das Jetzt, das Zukunft wird.
Und immer wieder sein wird.

Nichts bleibt.
Die Erinnerung.
Vielleicht.

Glaubst Du?
Die Stadt ist unser Zuhause.

Kannst du jetzt eine Pause machen?
Atme.

Zwischen den Strassen liegt die Herausforderung.
Nimmst du sie an?

October 27, 2009
The Sin Bag

Last night I took a bag full of my sins out to the dumpster. Freshly purged of sins, I can start filling up the bag again.

October 23, 2009
SureShot's Psychedelic Kingdom

So Tuesday night I was over at SureShot's place, and one thing led to another, and this is what happened. Yes, we know that it's silly and the audio sucks, but it was fun anyway.

UPDATE (October 27th, 2009): A new version with improved audio, it's so much better!



Original below the jump.

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October 20, 2009
ICH KANN.

ICH KANN LESEN.
ICH KANN SCHREIBEN.
ICH KANN SCHLAFEN.

ICH KANN MUSIK HÖREN.
ICH KANN WASSER TRINKEN.
ICH KANN SCHWEIGEN.

ICH KANN MEDITIEREN.
ICH KANN SINGEN.
ICH KANN TANZEN.

ICH KANN BOXEN.
ICH KANN MALEN.

ICH KANN ALLES.
ALLES SEIN UND LASSEN.

ICH KANN FLIEGEN.
ICH KANN STAUNEN.

ICH KANN WEINEN.
ICH KANN LACHEN.
ICH KANN DURCHATMEN.

ICH KANN GEHEN.
ICH KANN KRIECHEN.

ICH KANN AUFSTEHEN.

ICH KANN BLINZELN.
ICH KANN TRÄUMEN.

ICH KANN LIEBEN.
ICH KANN EIN HAUS AM SEE SEHEN.

ICH KANN JETZT JA SAGEN.

JA.

October 20, 2009
AUF EIN WORT: MEDITATION.

GEDANKEN
AUS
ZEIT.

GEDANKEN
AUSZEIT.

WOLLEN
OHNE
WISSEN.

FÜHLEN
OHNE
PAUSE.

ENDLICH
SCHMETTERLINGE.

October 20, 2009
VERZÖGERUNG? TAKTIK?

ZUSTAND!

VERPUPPT?
VERZAUBERT?

ZUSCHAUER!
AKTEUR!

START OHNE SCHUSS?

JETZT PAUSE!

PAUSE?

GUT MÖGLICH!

October 20, 2009
WHAT IS REALLY GOING ON?

I HAVE A ROUGH IDEA!

October 06, 2009
Procrastination

I'll get back to this post in just a minute.